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Ostwind

Sonderausstellung "Manaf Halbouni - Ostwind"
in der Kunsthalle St. Annen
Ein politischer Künstler zu Gast in Lübeck: Vom 29. August bis 8. November widmet die Kunsthalle St. Annen dem zeitgenössischen Künstler Manaf Halbouni erstmals eine museale Einzelausstellung.
"Es geht jetzt darum, wie man miteinander umgeht. Ob man sachlich diskutieren kann."
Manaf Halbouni

Wie kaum ein anderer zeitgenössischer Künstler setzt sich der 1984 in Syrien geborene Manaf Halbouni mit dem Zustand der Demokratie und der Frage nach einer offenen Gesellschaft auseinander – in Europa und darüber hinaus. Der vorwiegend in Dresden lebende Künstler beschäftigt sich in seinen Werken unter anderem mit seinen Erinnerungen an den Bürgerkrieg in Syrien.

Des Weiteren finden Themen wie Migration, Freiheit und Demokratie Resonanz in seiner Arbeit. 1984 als Sohn einer Deutschen und eines Syrers in Damaskus geboren, musste er als Kriegsdienstverweigerer Syrien verlassen. Die für die Ausstellung neu geschaffene Installation Shifting Values orientiert sich an alltäglichen Materialien. Sie besteht aus vier Sicherheitspylonen, wie sie als Blockaden für Eingänge von Botschaften oder anderen geschützten Gebäuden verwendet werden. Beim Hoch- und Runterfahren spielen diese jeweils eine Original-Tonsequenz ab. In einer Zeit, in der antisemitische Äußerungen, Gewalt gegen Migrant*innen, liberale Politiker*innen und People of Color sich häufen und über die sozialen Medien verstärkt sichtbar werden, ist das Neustellen der bestehenden Frage nach dem politischen Gehalt der Kunst berechtigt. Die politische Debatte ist ein zentraler Teil des künstlerischen Geschehens der Gegenwart, das ja immer mitten aus einem gesellschaftlichen Gefüge entspringt.

Die Ausstellung fällt in eine Phase vermehrter Demonstrationen demokratiefeindlicher Verschwörungstheoretiker*innen. Sie fällt auch in die Zeit der zu neuer Eindringlichkeit erweckten Black Lives Matter-Bewegung, die nach der brutalen und tödlichen Verhaftung des Afroamerikaners George Floyd weltweit neuen Aufwind und große Sichtbarkeit erlangt.

Begleitprogramm

Führungen durch die Sonderausstellung am 13. und 27. September sowie am 11. und
25. Oktober, 15 Uhr, Teilnahme 12 Euro

Einführung für Multiplikatoren am 7. September, 15 Uhr, für Lehrer:innen kostenfrei

Meet Art! Goes East, Führung für Interessierte ohne Kunstvorkenntnisse in lockerer

Atmosphäre, 15. Oktober, 16 Uhr, Teilnahme 12 Euro

Führung MuseumsMomente am 17. Oktober, 15 Uhr, Teilnahme 12 Euro

Finissage: Hausleiterführung am 8. November, 15 Uhr, Teilnahme 12 Euro

What If ? – ein Gedankenspiel, Buchbares Angebot für Schulklassen in Kooperation mit dem
Willy-Brandt-Haus, 90 Min. Führung inkl. Workshop, Teilnahme 45 Euro zzgl. 1,50 Euro pro
Schüler:in (2 Begleitpersonen frei)

Solitide, ein Zyklus funkelnder Werke für Solo-Violoncello am 30. August, 27. September,
31. Oktober, 29. November sowie am 20. Dezember, jeweils um 15 und 17 Uhr, mit Einführung

Weitere Informationen unter www.kunsthalle-st-annen.de

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