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Ferne Welten

Ferne Welten - weite Träume bis 11.08.2019

Mit dieser Ausstellung begibt sich das St. Annen-Museum auf eine poetische Phantasiereise. Das asiatische Verständnis der Welt wird in Romanen und Erzählungen wie etwa „Die Reise nach Westen“, „Der Päonien-Pavillon“, „die Geschichte der drei Reiche“ oder „Die Generalinnen der Familie Yang“ deutlich. Sie sind zumeist im 16. Jahrhundert in China entstanden. „In Mangas, Animefilmen, in Fernsehserien und Computerspielen wie etwa Dragonball faszinieren die Abenteuer und die Charaktere auch jetzt noch und sind bis heute weit verbreitet“.

Haiying Xu

Selbstporträt

Für die Künstlerin sind Anmut, Schönheit und Stolz wesentliche Werte, denen sie in ihrer Malerei Raum geben möchte. Sie wird zur Beobachterin ihrer eigenen Gedanken, Erinnerungen und Gefühle.

Haiying Xu, die seit 2001 vor allem in Deutschland lebt und an der Kunstakademie in München studierte, arbeitet nun in China und München. Sie hat sich intensiv mit der immer noch hoch angesehenen altchinesischen Malerei der Song-Dynastie (960-1276) auseinandergesetzt. In ihrer jüngsten Serie verbindet sie diese Inspirationen mit ihrem Wissen um moderne europäische Malerei. Geboren in den 70er Jahren in der Provinz Jiangxi ist die Künstlerin nicht nur mit den starken Traditionen des Landes aufgewachsen, sondern hat auch die Folgen der Kulturrevolution und den Weg zur starken Weltwirtschaftsmacht erlebt.

Chinesische Theaterfiguren

© Olaf Malzahn
© Olaf Malzahn



Grazilen und furchteinflößenden Charakteren begegnet man hier ebenso wie wilden Tierfiguren. Ihre Kostüme wie ihre Rollen sind genau festgelegt; die Geschichten, die damit erzählt werden, lassen lange Traditionen ahnen. Sie handeln von den großen Fragen des Lebens ebenso wie von abenteuerlichen und phantasievollen Reisen und spiegeln eine Mischung aus buddhistischen, konfuzianischen und daoistischen Lebensidealen.

Entlang dieser Geschichten wird die ungewöhnliche Ausstellung erzählt, die in gewinnbringender Kooperation mit dem TheaterFigurenMuseum entstanden. „Das ist eine gute Gelegenheit, unsere Theaterfiguren während der Umbauphase unseres Stammhauses einmal ganz anders zu zeigen“ meint Antonia Napp, Leiterin des TheaterFigurenMuseums. Die Verbindung der Figuren mit den Malereien der chinesischen Künstlerin Haiying Xu eröffnet neue Horizonte.

Die Ausstellung wurde von der Possehl-Stiftung und dem Deutschen Verband Frau und Kultur, Gruppe Lübeck, großzügig gefördert.

St. Annen Museum und Kunsthalle
St. Annen- Straße 15
23552 Lübeck

https://st-annen-museum.de/

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