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Lübecks Gruben, Gänge und Höfe

  • Durch die Gruben
  • Gänge
  • und Höfe Lübecks



In Lübeck gibt es immer noch über 90 Gänge, Höfe und einige Torwege. Dies ist ein Überbleibsel des mittelalterlichen Städtebaus. Als es innerhalb der Stadtmauern zu eng wurde, fand man in der Bebauung der Hinterhöfe die Lösung, mit der Schaffung von Gängen und Torwegen. Um möglichst viele Räumlichkeiten zu schaffen, wurden die Häuser klein und eng zusammengebaut. So entstanden auch die sogenannten Buden, wie sie zur damaligen Zeit genannt wurden.

Die sehenswertesten und gut erhaltenen Gänge, Torwege und Höfe, habe ich hier aufgeführt. Diese sind auch alle in den Rundgängen eingebunden.

Es begeistert, Lübecks Gänge und Höfe zu entdecken.


Dort wo die Gänge und Höfe offen stehen sind Besucher willkommen, aber bitte beachten Sie bei ihren Besuchen die Privatsphäre der Anlieger.

Die "Buden"

Die sogenannten Buden hatten gerade einmal eine Grundfläche, für Flur, Küche und Wohnzimmer von 15 bis 18 Quadratmeter. Geschlafen wurde unter dem Dach, das in der Regel nicht isoliert war und auch keine Heizung enthielt. Heute sind viele Häuser saniert und durch Zusammenlegung von den Ganghäusern die Räumlichkeiten dem heutigen Standard angepasst. Trotzdem ist das Flair des Mittelalters erhalten geblieben. Nicht alle der Gänge und Höfe in Lübeck sind frei zugänglich, manche sind in den Nachtstunden mit einem Tor oder einer Tür verschlossen.

1) An der Obertrave

  • Effengrube, mit Blick Richtung Kleiner Bauhof
  • Grützmacher Hof, Effengrube Nr. 14 (Verbindung zu Kruses Hof in der Hartengrube)
  • Entlang "An der Obertrave". Hier finden sich zwischen der Effengrube und Hartengrube folgende Gänge

    Da die Obertrave mehrmals im Jahr von der Trave überflutet wird dienen die Schienen, links und rechts an den Hauseingängen, zur Befestigung der Schotten, zum Schutz der Häuser gegen das Hochwasser.

  • Petersen Gang "An der Obertrave nr.55" Wer hier der Namensgeber war ist in der Geschichte nicht überliefert.

  • Blohms Gang

    Blohms Gang ist ein Durchgang von der Effengrube zu, An der Obertrave Nr.50

  • Stüwes Gang "An der Obertrave 46"

    Von Stüwes Gang gibt es eine Verbindung zu Kruses Hof und damit auch über den Rademacher-Gang zum Grützmacher-Hof. Siehe unter Gruben und Gänge (2. Hartengrube)

  • Donats-Gang An der Obertrave Nr.40

  • Rehhagens Gang An der Obertrave Nr.37

  • Blick von der Obertrave in die Hartengrube

2) Hartengrube

  • Schwans Hof, Hartengrube Nr. 18 (ältester Wohngang Lübecks, errichtet 1296 von Johannes von Swane)
  • Kruses Hof, Hartengrube Nr. 13 (Verbindung zu Grützmacher Hof)

Entgegen dem Schwans Hof und Kruses Hof, fühlt man sich beim Thegnaths Gang, Hartengrube Nr. 44, ein Durchgang zum Rosen Hof "An der Obertrave Nr. 29", in die 30ßiger Jahre zurückversetzt.

  • Thegnaths Gang

  • Rosen Hof

  • Ausgang Rosen Hof zu "An der Obertrave" Nr.29

3) Dankwartsgrube

  • Nagelschmieds-Gang
  • Dankwartsgrube Nr. 31
  • Thorweg
  • Dankwartsgrube Nr. 70

4) Marlesgrube

  • Durchgang Nr.56 zur Depenau
  • Durchgang zu Depenau Nr. 45
  • Lübecks schmalster Durchgang

5) An der Untertrave

  • An der Untertrave Nr. 19
  • Dunkelgrüner Gang
  • An der Untertrave Nr. 26
  • Hellgrüner Gang

Zwischen Untertrave und Engelswisch gelegen und von beiden Seiten zugänglich, eröffnet sich, mit dem Dunkelgrüner Gang und Hellgrüner Gang, eine vergessene Welt, die einen Hauch des alten Lübeck vermittelt: Schmale Gänge, kleine Buden und Hofähnliche Flächen mit versteckten Ausgängen. Die Geschichte dieses Viertels geht zurück bis ins Jahr 1357, die erste Bebauung wurde um 1587 unternommen.(Quelle: Hansestadt Lübeck > Stadtleben) Siehe auch "Rund um das Burgtor".

6) Engelswisch

  • Petersilienstraße und Nr.10 Höppners Gang
  • Thorweg Engelswisch Nr. 33

(Die Petersilienstraße verbindet die Engelswisch mit der Straße "An der Untertrave")

7) Engelsgrube

  • Engelsgrube Nr.31
  • Siewers Thorweg
  • Bäcker-Gang Nr. 43
  • Garbereiter Gang Nr. 77

8) Fischergrube

  • Kettner`s Gang, Fischergrube Nr. 26 (Erstmals erwähnt um 1480)
  • Fischergrube Nr. 38 Lündgreens Gang

Der Lüngreens Gang ist einer der wenigen Gänge, dessen restliche doppelstöckige Traufenhäuser aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter Denkmalschutz stehen. Ein idylisches Abenteuer für den Besucher. (Verbindung zum Bäcker Gang in der Engelsgrube)

9) Glockengießerstraße

  • Füchtingshof, Glockengießerstraße Nr. 25

Der Füchtingshof ist einer der herausragenden Gänge und Höfe in der Lübecker Altstadt. Der Stifter Johann Füchting (1571 – 1637), Lübecker Kaufmann und Ratsherr, bestimmte in seinem Testament unter anderem die Errichtung einer Stiftung „den Armen zum Nutzen und Besten“. Der Füchtingshof gehört zum Lübecker Weltkulturerbe und wurde 1640 fertiggestellt.

  • Glandorps Hof, Glockengießerstraße Nr. 39-53

Der älteste unter den großen repräsentativen Stiftungshöfen ist der Glandorps Hof in der Glockengießerstraße 39 bis 53. Er wurde im späten Mittelalter vom Lübecker Kaufmann und Ratsherrn Johann Glandorp (1558-1612) gestiftet.

  • Schwolls Thorweg, Glockengießerstraße Nr. 52
  • Schmützs Gang
  • Glockengießerstraße Nr. 83 und 85

10) Rosengarten und Dr.-Julius-Leber-Straße

  • Rosen Gang Nr. 8
  • Haasenhof
  • Dr.-Julius-Leber-Str. Nr. 37/39

Der Haasenhof ist ein Stiftshof, den die Witwe des Weinhändlers Johann Haase, Magdalena Elisabeth Haase, ab 1725 als Stiftung erbauen ließ. Aufgenommen wurden notleidende Witwen mit ihren Kindern. Alle Witwen und Jungfrauen wurden vierteljährlich jeweils mit einem Geldbetrag von zehn Mark unterstützt. Der liebevoll restaurierte Hof wurde auch oft als Filmkulisse genutzt. (Quelle: Auszüge Hansestadt Lübeck > Stadtleben)

11) u. 12) Hüxstraße und Wahmstraße

  • Pelzers Gang Hüxstraße Nr. 68
  • Höveln Gang (geschlossen)
  • Wahmstraße Nr. 75

Der Wohngang in der Wahmstraße 73-77 wurde 1483 durch den Grundstückseigentümer, den Ratsherren Tidemann Evinghusen, zum Wohngang für arme oder alte Mitmenschen bestimmt. 1570 übernahm der Bürgermeister Gotthard von Höveln den später nach ihm benannten Gang. Nach einer grundlegenden Sanierung im Jahre 1972 wurden unter Erhalt der historischen Form zehn moderne Altenwohnungen eingerichtet. (Quelle: Hansestadt Lübeck > Stadtleben)

13) u. 14) Schlumacherstraße und St. Annen-Straße

  • Dorners Hof, Schlumacherstraße Nr. 15-23 ältester Stiftshof Lübecks
  • Aegidienhof
  • St.-Annen-Straße Nr. 5

Aegidienhof: Der Komplex besteht aus 12 Gebäuden. Er umfasst einen Block der St.-Annen-Straße zwischen Staven- und Weberstraße, der seit Jahrhunderten von gemeinschaftlicher und sozialer Nutzung geprägt war und ein Spiegelbild der Kirchen- und Sozialgeschichte der Stadt abbildet. 1397 kaufte Berthold Segeberg das an der Ecke Weberstraße gelegene Grundstück, um es für ein Armenhaus zu nutzen. Im Jahr 1450 wurde das Michaelishaus, heute St.-Annen-Straße 5, erbaut. Heute: Bürger aus Lübeck und Umgebung haben sich Ende 1999 ohne Einschaltung eines Großinvestors zu einer Baugemeinschaft zusammengeschlossen, um ein Stück Lübecker Altstadt zu erhalten und wieder zum Leben zu erwecken. Durch Ankauf und behutsame Sanierung des bau- und kulturgeschichtlich bedeutenden Komplexes um den Aegidienhof wurde aus dem Sozialamt (bis 1997) ein Projekt geschaffen, in dem wieder Menschen wohnen und ihren Arbeitsplatz finden können. (Quelle: Auszüge aus Wikipedia)

15) Aegidienstraße zur Wahmstraße

  • Durchgang von der Aegidienstraße zur Wahmstraße
  • Durchgang von der Aegidienstraße zur Wahmstraße
  • Innenhof

Im Volksmund wurde und wird der Durchgang einfach nur "Hosengang" genannt, weil er einen Eingang von der Aegidienstraße und zei schmale Ausgänge zur Wahmstraße hat. Achtung: Wer größer als 1,60 ist sollte den Kopf einziehen, wie auch bei vielen anderen Gängen.

Gänge und Höfe

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